„Wir haben Mama aus dem Krankenhaus nach Hause geholt und dachten, dass wir sie innerhalb eines Monats verlieren würden. Aus einem Monat wurden fünf Jahre.“
Frau Hana, die in einer kleinen Gemeinde am Rande des Böhmerwaldes lebt, erzählt offen von ihren Erfahrungen. Dank ihres Engagements, der Unterstützung der Familie und der Hilfe des Altenpflegedienstes der Caritas Sušice konnte ihre Mutter bis zum Lebensende zu Hause bleiben. Würdevoll, in Sicherheit und mit Liebe.
Die Entscheidung, einem nahestehenden Menschen die Möglichkeit zu geben, zu Hause zu sterben, ist eine schöne, aber auch sehr anspruchsvolle Wahl. Unser Dank gilt allen, die diesen Weg einschlagen.
„Mama war ein sehr dynamischer Mensch“, erinnert sich Frau Hana. Als sie erkrankte, bereitete sich die Familie auf das Schlimmste vor. „Wir haben Mama aus dem Krankenhaus nach Hause geholt und dachten, dass wir sie innerhalb eines Monats verlieren würden. Aus einem Monat wurden fünf Jahre.“
Anfänglich konnte Mama mit kleiner Unterstützung der Familie funktionieren, aber nach und nach wurden ihre Kräfte schwächer. In diesem Moment kam die Entscheidung, Hilfe zu suchen. „Ich habe selbst ein operiertes Herzklappe. Ich benötigte Hilfe. Und ich war froh, dass ich angerufen habe. Am Freitag haben wir uns darauf geeinigt, und am Montag kamen die Mädchen“, beschreibt Frau Hana.
Der Altenpflegedienst der Caritas Sušice half im Haushalt bei der täglichen Hygiene, dem Ankleiden, der Mobilitätsunterstützung und der Schaffung einer sicheren Umgebung. Die Pflege wurde schrittweise den aktuellen Bedürfnissen von Frau Hanas Mutter angepasst – von einem Besuch pro Tag bis hin zu drei Besuchen pro Tag in den letzten Lebenswochen.
Neben der praktischen Unterstützung war jedoch auch der menschliche Kontakt und die psychische Unterstützung, die die Mitarbeiterinnen brachten, von wichtiger Bedeutung. In der Pflege legen wir immer Wert nicht nur auf Professionalität, sondern auch auf Freundlichkeit, Ruhe und Respekt.
Für Frau Hana war es wichtig zu wissen, dass sie bei der Pflege nicht allein ist. „Ich habe mir gesagt, dass wir es anders regeln müssen, sobald ich es nicht mehr schaffe. Und als ich sah, wie die Mädchen pflegen – so eine Pflege würde sie woanders nicht bekommen“, sagt sie.
Ihre Mutter starb zu Hause, in vertrauter Umgebung, zwischen ihren Angehörigen. Und das ist ein Moment, an den sich Frau Hana mit Ruhe erinnert. „Es war das Beste, was ich für sie tun konnte. Wir haben es geschafft.“
Die Erfahrung von Frau Hana zeigt, dass die Pflege eines nahestehenden Menschen nicht nur aus den täglichen Handlungen besteht. Es ist eine Beziehung, Mut, Geduld und Liebe. Gleichzeitig erinnert sie daran, wie wichtig es ist, nicht alles allein bewältigen zu wollen. „Vor allem sich rechtzeitig um Hilfe zu bitten.“
Aus der Praxis wissen wir, wie viel Kraft und Entschlossenheit die Pflege eines nahestehenden Menschen erfordert. Jeden Tag sehen wir, was es bedeutet, in schweren Zeiten da zu sein, sei es als Tochter, Ehefrau oder Enkel. Deshalb sind wir hier. Damit wir Sie dabei nicht allein lassen.
Wenn Sie gerade eine ähnliche Phase durchlaufen wie Frau Hana, in der es an der Zeit ist, die Pflege zurückzugeben, die Sie selbst erhalten haben, zögern Sie nicht, sich an uns zu wenden. Der Altenpflegedienst der Caritas Sušice hilft bei den täglichen Aufgaben im Haushalt, sowohl kurzfristig als auch langfristig. Wir bieten auch Entlastungsdienste für diejenigen an, die sich länger um ihre Angehörigen kümmern und eine kurze Auszeit benötigen.
Lucie Mikulová, Caritas Sušice